Essen & Trinken

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Tiroler Schnaps: Altes Handwerk, altes Wissen, Top Qualiltät! (Bild: www.tirolwest.at)

Liebe Mitläufer und Spirituosen-Hipster: Hörts mir auf mit euren Trends!

01.12.2016Lieber Schreiber-Kollege: Kürzlich hast du dich ja ganz schön verstiegen. Ganz schön in die Nesseln gesetzt. Du wolltest vermutlich provozieren. Du hast aber letzten Endes nur deine Ahnungslosigkeit zur Schau gestellt als du den Tiroler Schnaps als „verstaubt“ und als ein Getränk für alte Männer, Schützen und Alkoholiker dargestellt hast. Du irrst dich nämlich ganz gewaltig! Kommen wir zuerst einmal zur Sache an sich, die du ja bei deinem Text geflissentlich völlig ausblendest:
Ich esse, weil ich mich liebe

Ich esse, weil ich mich liebe

28.10.2016Die Schokokekse mit Schokoladenstücken, die Tiefkühlpizza mit doppeltem Boden, der Herrenkuchen mit neuer Rezeptur und, ja stimmt, die Wellness Flocken, die brauche ich auch noch. Die gäbe es auch in light. Zum Trinken? Da nehme ich den doppelten Liter Eistee. Für Zwischendurch? Der Fertigmilchreis. Drei davon. So kaufte ich früher ein. Die Zuckerbomben in ihren bunten Verpackungen lachten mir aus den Regalen im Supermarkt entgegen. Mit solidem Griff landeten sie in meinem Einkaufswagen, K

Edelbrände aus Tirol: Warum wir diese Tradition unbedingt erhalten müssen!

11.10.2016Am Anfang war der Schnaps. In Tirol brannte Gott und die Welt Schnäpse. Vornehmlich um minderwertiges Obst loszuwerden. Das hat sich die letzten Jahrzehnte entscheidend geändert. Im Heute wird nur mehr das beste Obst gebrannt. Schnäpse heißen jetzt Edelbrände. Damit wurde in Tirol eine Qualitätsoffensive gesetzt, die um jeden Preis erhalten werden muss. [caption id="attachment_16845" align="alignleft" width="300"] Heute wird nur mehr das beste Obst gebrannt[/caption] Dazu muss etwas

Kulinarik in Innsbruck: Es geht voran!

05.04.2015Jetzt ist schon wieder etwas passiert. Mitten in Innsbruck. Und es passiert in letzter Zeit regelmäßig. Keine Ahnung woher das kommt und wer das ausgelöst hat. Aber es ist deutlich: Hippe Bars und lässige Restaurants schießen derzeit nur so aus dem Boden. In einem Tempo, mit dem ich kaum mehr mitkomme. Die kulinarische Landkarte in Innsbruck ist jedenfalls in den letzten Jahren und Monaten sehr viel bunter geworden. Höchste Zeit darüber ein paar Worte zu verlieren. Wie war das noch ei

Craft-Bier in Tirol: Nieder mit der Natürlichkeit!

14.02.2015Ein Gespräch mit einem Freund hat mich kürzlich schwer irritiert. Er meinte, dass Craft-Bier ja schließlich und endlich nicht für Qualität stünde. Und dass Bier mit Schokoladegeschmack nun wirklich nicht sein muss. Da trinke er doch noch lieber die Industrie-Plörre, die wenigstens noch nach echtem Bier schmeckte. Aber genau das ist doch eigentlich der Punkt. Meine Antwort dazu fiel lange und kompliziert aus. Ich wusste aber: Nach der Revolution würde alles anders sein. Ich erinnere m

Skiurlaub in Ischgl: Die Russen kommen!

13.01.2015Ich habe da ein ganz bestimmtes Bild im Kopf, wenn es um Russen und vor allem auch um russische Frauen geht. Vor allem, wenn wir von einer gewissen sozialen Schicht sprechen, der man den Reichtum schon von weitem ansieht. Keine Frage: Der Russe und die Russin zeigt, dass sie reich ist und betont dies schon mal mit teurem Schmuck, Pelzmäntel & Co. Und im Winter geht es natürlich nicht irgendwo hin, sondern bevorzugt in die Hot-Spots der Alpen, wie zum Beispiel Ischgl. Interessant dabei i

Im Zillertal geht´s gar romantisch zu…

09.01.2015Spätestens wenn der Element Of Crime Sänger und Autor Sven Regener auf der Bühne seine Arme hebt und laut „Romantik“ ruft dann ist die Sache klar. Romantik ist eine Inszenierung. Eine Utopie und ein Versprechen, das nie ganz eingelöst werden kann. Dennoch sehnen wir uns natürlich nach Romantik, vielleicht genau deshalb, weil sie ein so schönes Versprechen ist, dem wir nicht so einfach habhaft werden können. Darum möchte ich euch eine kleine Anleitung mitgeben, wie es bei eurem näch

Es hat sich eröffnet: Die Wintersaison in Ischgl beginnt!

18.12.2014Die Wintersaison hat jetzt fast überall begonnen. Alle freuen sich. Nur ich nicht. Ich mag den Winter nicht sonderlich, zumal das Skifahren nicht meine Sache ist. Auch mit Kälte und Schnee habe ich es gar nicht mal so sehr, wie man es von einem gebürtigen Tiroler annehmen könnte. Was also tun? Richtig: Ich musste mir von Jahr zu Jahr andere Beschäftigungen suchen, um den Winter zu überstehen. In Tirol wird einem das gar nicht so schwer gemacht, wie man gemeinhin glauben könnte. Denn es gi

Wellness und Kulinarik in Ischgl: Warum reden alle nur übers Skifahren?

27.11.2014Der Winter kommt. Und alle reden nur übers Skifahren. Wenn man Glück hat, dann hört man gerade noch ein wenig von Wellness. Immer aber in einer bestimmten Funktion: Vor oder nach dem Skifahren. Wellness als Alleinstellungsmerkmal scheint nicht mehr zu reichen. Daher schlage ich eine andere Kombination vor, um die aus meiner Sicht unrühmliche Verbindung von Skifahren und Wellness zu beenden: Wellness und Kulinarik. Und Ischgl ist da eigentlich der perfekte Ort, um die Dominanz des Skifahrens

Kulinarik im Kaiserwinkl: New York oder doch lieber der Kaiserwinkl?

25.11.2014Eines frage ich mich immer: Warum ist der ländliche Raum in Sachen Kulinarik so differenziert, wenn er doch in kultureller Hinsicht so wenig hergibt? Liegt es daran, dass die Menschen ganz einfach nichts anders zu tun haben als zu essen und das möglichst gut? Schließlich ist der Weg ins nächste Theater oder zum nächsten Konzert weiter als der Weg zum nächsten guten Restaurant. Doch stimmt diese Vermutung auch wirklich? Anhand der kulinarischen Möglichkeiten im Kaiserwinkl lässt sich dies

Kulinarisch unterwegs im Ötztal: Darf´s auch ein bisserl bodenständig sein?

20.11.2014Ich bin kein Kulinarik-Experte. Ebenso wenig wie ich ein Musik- oder gar ein Kunstexperte bin. Aber ich mache mir so meine Gedanken zu den Themen und bin fest davon überzeugt, dass sich Verständnis und Vergleichsmöglichkeiten aus der Praxis heraus ergeben. Theorie, schön und gut. Aber letztlich muss man hören, essen, kosten und vergleichen, um zu einem Urteil zu kommen. Ein Gespräch mit Patrick Raaß, das ich kürzlich führen durfte, hat mich zum Nachdenken gebracht, wie für mich das per

Martin Sieberer in Ischgl: Endlich 5-Sterne!

14.10.2014Von Bewertungen kann man ja halten was man will. Sind Bewertungen Abbildungen der Realität oder schaffen sie Realität? Einfach gesagt: Sind sie die wohlverdiente Anerkennung für außergewöhnliche Leistungen oder lassen sie die Leistung als außergewöhnlich erscheinen, weil die Bewertung nahelegt, dass es sich um eine außergewöhnliche Leistung handeln muss? Zumindest im Falle von Martin Sieberer, der in Ischgl im „Trofana Royal“ immer wieder höchst originelle und außergewöhnliche k
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